So klappt es mit den Nachbarn
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Streitigkeiten zwischen Nachbarn gehören zu den Fällen,
die in Deutschland am häufigsten vor Gericht verhandelt werden.
Dabei ließen sich viele Auseinandersetzungen schon im Vorfeld
vermeiden.
Beispiel Lärm: Immer wieder geraten Nachbarn aneinander, weil der
eine sich vom anderen gestört fühlt. Wer sich über
spielende Kinder ärgert, hat vor Gericht meist keine Chance. Da
ist es besser, gleich zu Beginn das Gespräch mit den Eltern zu
suchen und um Verständnis zu werben. In vielen Gegenden gilt
ohnehin eine Mittagsruhe, so dass zum Beispiel zwischen 13 und 15 Uhr
Gelegenheit für ein erholsames Mittagsschläfchen besteht.
Auch abends nach 22 Uhr gelten besondere Schutzbestimmungen, am Sonntag
sollte es generell ruhig sein. Rasenmäher und andere
Lärmquellen sind dann tabu.
Das Spielen auf Musikinstrumenten
ist in der Regel erlaubt.
Grillen und Feiern ist auf Balkonen und im Garten grundsätzlich
erlaubt. Auch hier sollte man es aber nicht übertreiben und zum
Beispiel eine geplante Gartenparty schon frühzeitig
ankündigen. So können sich die Nachbarn darauf einstellen,
dass es vielleicht etwas lauter wird und ein wenig Qualm vom Grill
herüberziehen könnte. Und dann feiern die Nachbarn vielleicht
einfach eine Stunde mit, statt die Polizei zu rufen und sich zu
beschweren.
Beispiele wie diese gibt es in Hülle und Fülle. Das
Zauberwort heißt: Rücksichtnahme. Dann klappt es auch mit
den Nachbarn.

