Mietwohnung contra Eigenheim

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Irgendwann ist Schluss mit Hotel Mama: Wenn sie den Schulabschluss geschafft haben und mit Studium oder Beruf beginnen, ziehen die meisten jungen Leute bei ihren Eltern aus. Die erste eigene Wohnung wird fast immer gemietet, die wenigsten können gleich Eigentum erwerben. Schließlich verdient man als Student höchstens mit Nebenjobs ein wenig Geld, und als Berufsanfänger muss man sich häufig auch mit einem bescheidenen Gehalt zufrieden geben. Da ist die Kaution oft schon sehr viel.

Während also zunächst die finanziellen Rahmenbedingungen jeden Gedanken an den Kauf einer Immobilie hinfällig machen, kann sich das nach ein paar Jahren bereits geändert haben. Man verdient mehr, hat vielleicht schon ein wenig Geld zur Seite gelegt. Dann stellt sich die Frage wieder: Weiter zur Miete wohnen oder lieber etwas Eigenes kaufen?

Manche Menschen bleiben ihr Leben lang aus Prinzip Mieter. Sie wollen die Belastungen und Pflichten nicht auf sich nehmen, die ein Immobilienkauf mit sich bringt. Dafür verzichten sie aber auf das besondere Gefühl, sich in den eigenen vier Wänden einzurichten, die irgendwann ganz ihnen gehören ? wenn der Kredit abbezahlt ist. Kein Vermieter kann dann noch Eigenbedarf anmelden oder den Vertrag aus einem anderen Grund kündigen. Und wer ein freistehendes Haus kauft, der muss sich auch nie mehr über laute Nachbarn ein Stockwerk höher ärgern.

Es spricht also einiges dafür, nicht ein Leben lang zur Miete zu wohnen, sondern selbst zum Immobilieneigentümer zu werden. Mit dem Geld, das man im Laufe der Jahrzehnte an den Vermieter zahlt, kann man nämlich ohne Probleme auch eine eigene Wohnung oder ein Haus abbezahlen, das man dann im Alter mietfrei nutzen kann. Wohnung mieten ist also nicht immer die beste Wahl. Mehr zu: Immobilie als Altersvorsorge